<\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>In meinem heutigen Beitrag m\u00f6chte ich Euch die Metta-Meditation vorstellen. Die Metta-Meditation ist eine der \u00e4ltesten Meditationsformen im Buddhismus. Sie wurde bereits vom historischen Buddha Siddharta Gautama gelehrt.<\/p>\n
Bei der Metta-Meditation geht es darum, eine freundliche, wohlwollende und empathische Haltung sich selbst und anderen Wesen gegen\u00fcber einzunehmen. Jedem f\u00fchlenden Wesen soll mit Freundlichkeit und Wohlwollen begegnet werden. Ablehnung f\u00fchrt zu \u00c4rger, Zorn oder sogar Wut, was wiederum zu eigener Unzufriedenheit und Ungl\u00fcck f\u00fchrt. Man wird gereizter und ist anf\u00e4lliger f\u00fcr Stressfaktoren.<\/p>\n
Wissenschaftliche Studien haben bereits im Rahmen der Achtsamkeitsforschung gezeigt, dass die Metta-Meditation dazu f\u00fchrt, dass verst\u00e4rkt positive Gef\u00fchle wahrgenommen werden und negative Gef\u00fchle sich reduzieren. \u00a0Die Studienteilnehmer berichteten von einem gr\u00f6\u00dferen Sinnerleben, positiveren Beziehungen zu anderen Personen und von weniger k\u00f6rperlichen Beschwerden. Dies f\u00fchrte ebenfalls dazu, dass depressive Verstimmungen und Symptome schw\u00e4cher geworden sind. Die Metta-Meditation sch\u00fctzt uns vor Stressempfindungen und Ihren Folgen.<\/p>\n
Bevor ich Euch eine Anleitung zur Metta-Meditation gebe, m\u00f6chte ich noch hervorheben, dass die formulierten W\u00fcnsche, die in dieser Meditation vorkommen, keine Affirmationen sind, mit denen wir uns einreden, dass alles in Ordnung sei, wir alle gl\u00fccklich, nett und toll sind. Das w\u00e4re ganz gro\u00dfer Quatsch. Es geht darum, uns innerlich auf eine neue Geisteshaltung auszurichten. Wie wollen wir in Zukunft unsere Kr\u00e4fte nutzen? Wollen wir sie weiter nutzen, um uns Hass und Destruktivit\u00e4t hinzugeben? Oder wollen wir nicht viel lieber unsere Kraft dazu nutzen, uns darauf zu konzentrieren, was uns gl\u00fccklich macht? Wenn wir eine gesunde und wohlwollende Haltung uns und unseren Mitmenschen gegen\u00fcber einnehmen k\u00f6nnen, dann wird unser Gem\u00fct ruhiger. Wir werden mit schwierigen Situationen klarer umgehen k\u00f6nnen und auch neue Strategien zur Bew\u00e4ltigung von Herausforderungen entwickeln k\u00f6nnen. Wir werden klarer und besonnener handeln und uns und andere Menschen nicht mehr so sehr verletzen. Dies f\u00fchrt zu mehr Zufriedenheit. Es wird uns mehr Sinn geben und uns einen Weg zum eigenen Gl\u00fcck aufzeigen.<\/p>\n
Nun m\u00f6chte ich aber Taten folgen lassen und Euch den Ablauf einer Metta-Meditation vorstellen und Euch einladen, dies auszuprobieren:<\/p>\n
Die Metta-Meditation – Liebende-G\u00fcte-Meditation<\/p>\n
1. Setze Dich hin und nimm eine w\u00fcrdevolle und wohlwollende Haltung ein.<\/p>\n
2. F\u00fchre Deine Aufmerksamkeit auf Deinen Atem und sp\u00fcre, wie der Atem in Deinen K\u00f6rper herein- und wieder herausstr\u00f6mt.<\/p>\n
3. Verweile so einige Zeit und lasse Deinen K\u00f6rper und Deinen Geist zur Ruhe kommen.<\/p>\n
4. Wende Dich nun Dir selbst zu. Was sp\u00fcrst Du, jetzt, in diesem Augenblick? Werde Dir Deinen Gedanken und Gef\u00fchlen bewusst. Stehst Du vor irgendwelchen Problemen, die bei Dir Stress ausl\u00f6sen? Lass alles, was kommt in Dir aufsteigen und lass auch die aufkommenden Gef\u00fchle zu. M\u00f6glicherweise sp\u00fcrst Du Angst, Frustration, \u00c4rger, Traurigkeit oder aber auch Gl\u00fcck und Zufriedenheit. Alles ist willkommen. Lasse nun Mitgef\u00fchl in Dir entstehen. Nimm die Gef\u00fchle in Dir an und akzeptiere sie und versuche sie zu umarmen. Lass das Mitgef\u00fchl Dir gegen\u00fcber gr\u00f6\u00dfer werden. Damit Dir dies einfacher f\u00e4llt, kannst Du Dir folgende S\u00e4tze sagen oder vorstellen:<\/p>\n
Mir m\u00f6ge es\u00a0gut gehen.<\/p>\n
Ich m\u00f6ge gl\u00fccklich sein.<\/p>\n
Ich mag mich selbst.<\/p>\n
Ich m\u00f6ge friedvoll und ruhig sein.<\/p>\n
Ich m\u00f6ge frei von Schmerz und Leid und dessen Ursachen sein.<\/p>\n
M\u00f6ge ich alles erhalten, was ich brauche.<\/p>\n
M\u00f6ge ich entspannt sein.<\/p>\n
Du kannst Dir nat\u00fcrlich auch andere S\u00e4tze vorstellen. Bleibe nun so lange dabei bis Du das Gef\u00fchl hast, dass Du Dich wohl f\u00fchlst und der Moment f\u00fcr Dich nun abgeschlossen ist.<\/p>\n
5. Wende Dich nun jemandem zu, den Du uneingeschr\u00e4nkt liebst oder demgegen\u00fcber Du eine gro\u00dfe Zuneigung empfindest. Das ist vielleicht Dein Partner, Dein Kind, Deine Eltern etc. Stelle Dir die Person oder auch Personen bildlich vor. Was mag diese Person besch\u00e4ftigen? Oder gibt es etwas, wovon Du genau wei\u00dft, dass es sie besch\u00e4ftigt? Weite nun Dein Mitgef\u00fchl von Dir selbst auf diese Person aus und sende Ihr Wohlwollen und Liebe zu. Formuliere auch hier wieder innerlich W\u00fcnsche:<\/p>\n
M\u00f6ge es Dir gut gehen.<\/p>\n
M\u00f6gest Du gesund sein.<\/p>\n
M\u00f6gest Du gl\u00fccklich sein.<\/p>\n
Auch hier darfst Du Deiner Fantasie freien Lauf lassen.<\/p>\n
6. Nun wenden wir uns einer Person zu, der wir neutral gegen\u00fcberstehen. Das kann vielleicht jemand sein, den Du kaum kennst, wie Deinen Nachbarn oder die Verk\u00e4uferin an der Kasse, wo Du immer einkaufen gehst. Was mag diese Person besch\u00e4ftigen? Welche \u00c4ngste und Sorgen hat diese Person vielleicht? Weite nun Dein Mitgef\u00fchl auf diese Person aus und formuliere auch hier wieder W\u00fcnsche wie:<\/p>\n
M\u00f6gest Du gesund sein.<\/p>\n
M\u00f6gest und Du gl\u00fccklich und zufrieden sein.<\/p>\n
W\u00fcnsche Ihnen, was immer Dir einf\u00e4llt und positiv ist.<\/p>\n
7. Nun wird es schwierig. Wende Dich nun einer Person zu, zu der Du ein schwieriges Verh\u00e4ltnis hast. Dies kann eine Person sein, mit der Du einen Konflikt hast oder die Dich sehr verletzt hat. Manchmal w\u00fcnscht man solchen Personen die Pest an den Hals. Lass dies nun nicht geschehen. Lass die negativen Gef\u00fchle nicht in den Vordergrund r\u00fccken. Stelle Dir aber vor, was hat Dich verletzt bzw. wie ist es zu diesem zerr\u00fctteten Verh\u00e4ltnis gekommen? Versuch Dich darin hineinzuversetzen, warum diese Person so und so gehandelt hat, was dann letztendlich zu Deiner Verletzung gef\u00fchrt hat. Vielleicht hat auch eine Handlung von Dir diese Person verletzt. Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen in aller Regel nichts und f\u00fchren meist nicht weiter. Man dreht sich praktisch im Kreis. Daher versuche mal etwas Ungew\u00f6hnliches. Weite Dein Mitgef\u00fchl auch auf diese Person aus. Versuche ihr Wohlwollen und Liebe entgegenzubringen und formuliere auch hier wieder W\u00fcnsche wie:<\/p>\n
M\u00f6gest Du Ruhe und inneren Frieden finden.<\/p>\n
M\u00f6ge es Dir gut gehen.<\/p>\n
M\u00f6ge ein L\u00e4cheln in Dein Gesicht kommen.<\/p>\n
Wie auch immer, versuche dieser Person mit einer wohlwollenden Haltung gegen\u00fcber treten.<\/p>\n
8. Wende Dich abschlie\u00dfend allen Wesen auf der Welt und dem Universum zu. Vergegenw\u00e4rtige Dir, dass \u00fcberall auf dieser Welt Menschen, Tiere, V\u00f6gel, Fische und Insekten leben. Alle diese Lebewesen erfahren Gl\u00fcck und Leid. Sende Deine Liebe allen Lebewesen, die es auf dieser wunderbaren Welt gibt und w\u00fcnsche Dir:<\/p>\n
M\u00f6gen alle Lebewesen gl\u00fccklich sein.<\/p>\n
M\u00f6gen wir alle friedvoll und gl\u00fccklich mit einander leben.<\/p>\n
Stelle Dir vor, wie die Liebe aus Deinem Herzen an alle Lebewesen auf dieser Welt ausstrahlt.<\/p>\n
9. Schlie\u00dfe diesen Prozess ab und wende Deine Aufmerksamkeit wieder\u00a0auf Deinen Atem. Genie\u00dfe die Stille und das, was Du nun sp\u00fcrst. Sp\u00fcre Liebe.<\/p>\n
Dies war vorerst die letzte formelle Meditationspraxis, die ich Euch vorgestellt habe. Es gibt noch viele, viele weitere und daher werde ich auch weiter \u00fcber Meditation und Achtsamkeit berichten, allerdings nicht mehr in einer statischen Reihe, wie hier auf meiner Achtsamkeitsreise. Ich habe gemerkt, dass ich mich dadurch doch zu sehr einenge und ich mir ein zu starres Ger\u00fcst auferlege. Durch Achtsamkeit habe ich gelernt, dies zu erkennen und gesp\u00fcrt, dass Achtsamkeit nicht in ein starres Korsett passt.<\/p>\n
Ihr d\u00fcrft weiter gespannt sein, wie es weitergeht und es geht weiter. Ich freue mich, Euch davon zu berichten, wie Achtsamkeit und Meditation mein Leben ver\u00e4ndert haben und wie sich das Prinzip der Achtsamkeit auf mein sportliches Leben auswirkt. Ich nutze z.B. Meditation als Mentaltraining. Das Prinzip der Achtsamkeit hat mir bei meinen langen L\u00e4ufen, wie z.B. dem K\u00f6lnpfad \u00fcber 171km, sehr geholfen. Und auch auf die Tortour de Ruhr bereite ich mich mit Meditation vor und werde davon berichten.<\/p>\n
\u00a0Doch nun genug der Worte.<\/p>\n
Ich hoffe, Euch hat mein Artikel gefallen und w\u00fcnsche Euch alles Gute \ud83d\ude42<\/p>\n
Euer<\/p>\n
Thorsten<\/p>\n
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